{"id":953,"date":"2012-09-28T11:06:52","date_gmt":"2012-09-28T09:06:52","guid":{"rendered":"http:\/\/www.bergbau-gr.ch\/wordpress\/?page_id=953"},"modified":"2020-12-27T15:09:40","modified_gmt":"2020-12-27T14:09:40","slug":"erlebnisse","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/bergbau-gr.ch\/?page_id=953","title":{"rendered":"Erlebnisse 2018"},"content":{"rendered":"<h1><strong>Bergbaujahr 2018:<\/strong><\/h1>\n<hr>\n<h1><strong>&nbsp;<\/strong><\/h1>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>21. Internationaler Bergbau &amp; Montanhistorik-Workshop<br \/>\n<a href=\"https:\/\/montanhistorik.de\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Bramberg <\/a><\/strong>im Oberpinzgau\/Salzburg (A), 3. bis 7. Oktober 2018<br \/>\n(Husu) Auch dieses Jahr nahm eine B\u00fcndnerdelegation am Bergbau &amp; Montanhistorik-Workshop teil. Das Pinzgau in \u00d6sterreich zeigte sich im Herbstglanz. Wir lauschten interessanten Vortr\u00e4gen aus der Region, wie auch aus dem ganzen Teilnehmergebiet. Wie \u00fcblich erg\u00e4nzt durch dieverse Exkursionen in die n\u00e4here und weitere Region.<br \/>\nDie Wiedersehensfreude und der intensive Austausch \u00fcber unser Intressengebiet lies uns die Tage im Fluge vergehen. Zum Abschluss durften&nbsp; wir als B\u00fcndnerdelegation noch das Bergbautheaterst\u00fcck &#8222;Der Kampf der Geister mit den Bergknappen&#8220; von Theodor K\u00f6rner zum Besten geben.<br \/>\nDanke den Organisatoren f\u00fcr die erlebnisreiche Woche<strong>ngg_shortcode_0_placeholder<\/strong><\/p>\n<p><strong><a href=\"https:\/\/www.bergbau-gr.ch\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2018\/08\/buffalora18.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignright wp-image-7392\" src=\"https:\/\/www.bergbau-gr.ch\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2018\/08\/buffalora18-300x169.jpg\" alt=\"\" width=\"241\" height=\"140\"><\/a><\/strong><\/p>\n<p><strong>FBG-Exkursion: Samstag 25. August 2018 Buffalora am Ofenpass, <\/strong><a href=\"https:\/\/www.bergbau-gr.ch\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2018\/03\/Buffalora-2018.pdf\">Programm<\/a>.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">(JR, 25.08.18) Trotz der durchzogenen Wetterprognose trafen nach und nach rund 20 Interessierte beim Berggasthaus Buffalora an der Ofenpassstrasse ein. Der Pr\u00e4sident der Amis da las Minieras Val M\u00fcstair Cristian Conradin, f\u00fchrte die Exkursionsteilnehmer in etwas mehr als einer Stunde hinauf zum Bergwerk am Munt Buffalora. Der Aufstieg durch den lichten Arvenwald und dann \u00fcber die Alpweiden ist teilweise steil, besonders im letzten Teil bis zum Tagesziel. Es geht vorbei an den Mundl\u00f6chern verschiedener Stollen sowie an Pingen zu zwei in den letzten Jahren neu ausgehobenen Sch\u00e4chten. F\u00fcr die Teilnehmer an der Exkursion war dann bereits Zeit f\u00fcr das Picknick wo Cristian Conradin einiges \u00fcber die Geschichte des Bergbaus am Ofenpass erz\u00e4hlte. Die f\u00fcr die damalige Zeit reichen Eisenerzlager wurden zwischen 1332 und 1500 abgebaut. Die Wiederaufnahme der bergbaulichen T\u00e4tigkeiten anfangs des 19. Jh. in anderen Gebieten des Kantons Graub\u00fcnden, ging am Munt Buffalora vorbei. In neuerer Zeit waren die Amis am Berg t\u00e4tig.&nbsp; Mit Pickel und Schaufel \u00f6ffneten sie verschiedene Gruben, sicherten die Mundl\u00f6cher und verschlossen sie mit festen T\u00fcren. Auch bieten sie seither in den Sommermonaten F\u00fchrungen mit Stollenbefahrung an.<br \/>\nSehr interessant demonstrierte Christian Conradin, wie die alten Bergleute mit einem Feuerbohrer Glut erzeugten. Es brauchte Geschick und erforderte auch Geduld bis es zuerst Glut und dann Feuer gibt.<br \/>\nNach dem Mittagessen wurde der Schachtdeckel ge\u00f6ffnet und man konnte einen ersten Blick ins Bergesinnere werfen. Der Abstieg ins Dunkle war nicht jedermanns Sache aber bis auf einen Teilnehmer wagten ihn alle. Nach einer Kriechstrecke teilt sich der Stollen.Ab hier war es auch m\u00f6glich, mehr oder weniger aufrecht zu gehen. Im Verlaufe der Jahrhunderte war einiges eingebrochen. Immer wieder waren kleinere Niederbr\u00fcche zu \u00fcbersteigen. Aus den Steinhaufen schauten die h\u00f6lzernen Schienen hervor, auf denen die Hunte geschoben worden waren. Rund 70 m nach der Einfahrt befindet sich ein erster kurzer Schacht. Dieser, wie auch die folgenden Sch\u00e4chte ist von den Miniers durch ein fest verankertes Seil gesichert worden. So waren weder der Abstieg noch der sp\u00e4tere Wiederaufstieg ein Problem. Auch die beiden folgenden Sch\u00e4chte waren nicht sehr tief und dann stand man auf einer Sohle, die in die eigentlichen Abbauten f\u00fchrt. Sch\u00f6ne Schr\u00e4mmspuren zeugen von der Arbeit der Bergleute. H\u00f6hlungen und Kammern sind ausgehauen worden. Strecken mit Firstenbau sind zu sehen. Verschiedene Sch\u00e4chte f\u00fchren weiter in die Tiefe. Bei einem davon ist die Passage entlang der Felswand recht schwierig aber alle Teilnehmer gelangten heil hin\u00fcber und wieder zur\u00fcck. Die Stollen wurden mit Schl\u00e4gel und Eisen oder im weicheren Gestein mit der Keilhaue stufenweise vorgetrieben. F\u00fcr das Geleucht, einfache \u00d6llampen, sind kleine Nischen ausgehauen. Noch vorhandene Holzeinbauten sehen nach all den Jahren teilweise noch recht gut aus. An anderen Stellen sind sie aber morsch oder&nbsp; eingebrochen. In einer Abbaunische hat der Bergmann seine Arbeit beendet und kleine St\u00fccke des abgeschlagenen Eisenerzes aufgeh\u00e4uft. Die Arbeitsstelle ist sauber aufger\u00e4umt. Der abbauw\u00fcrdige Erzgang ist gut erkennbar. Warum hat der Bergmann hier nicht mehr weitergearbeitet? War Wintereinbruch und die Arbeit wurde eingestellt oder ist er krank geworden? Waren es kriegerische Ereignisse? Woher kam er \u00fcberhaupt? Kam er aus dem Italienischen, aus der Gegend von Bormio? Man kann nur Vermutungen anstellen und wird es nie erfahren.<br \/>\nDie Exkursionsteilnehmer hingegen kamen aus verschiedenen Gegenden der Schweiz.&nbsp; Diejenigen welche etwas fr\u00fcher wieder ausfuhren, kamen trocken ins Tal; die \u00fcbrigen kamen in str\u00f6menden Regen.&nbsp; Am n\u00e4chsten Morgen waren die Berge frisch verschneit.&nbsp;<strong>ngg_shortcode_1_placeholder<\/strong><\/p>\n<p><strong>BSD-Grillplausch: Samstag 18. August 2018<\/strong><br \/>\nmit Spinastollen.<\/p>\n<p><strong>Colm da Bovs<\/strong> (Ochsenalp, Tinizong)<strong><br \/>\n<\/strong><\/p>\n<p>(Husu, 27.7.18) Die hoch oben auf 2485 m\u00fcM gelegene Abbaustelle, bei Avagna, wo \u00fcber viele Jahrunderte Bergbau betrieben wurde, birgt noch einige Geheimnisse. Die Abraum- und Pochhalden aus verschiedenen Abbauperioden zeigen verschiedene <a href=\"https:\/\/www.mineralienatlas.de\/lexikon\/index.php\/Schweiz\/Graub%fcnden%2C%20Kanton\/Albula%2C%20Bezirk\/Surses%2C%20Kreis\/Tinizong-Rona%20%28Tinzen%29\/Tinzener%20Ochsenalp\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Mineralien <\/a>und Verwitterungen. Aufgrund der grossen Halden ist ein gr\u00f6sseres Stollensystem zu vermuten, da kein wesentlicher Tagebau ersichtlich ist. H\u00f6lzer aus alter Zeit, wie auch bereits durch Sprengungen abgebaute gr\u00f6ssere Erzklumpen mit Bohrl\u00f6cher sind zu finden. Die gleich unterhalb der Halden gelegene <a href=\"https:\/\/www.google.com\/url?sa=t&amp;rct=j&amp;q=&amp;esrc=s&amp;source=web&amp;cd=1&amp;cad=rja&amp;uact=8&amp;ved=2ahUKEwjW7u7b0MHcAhXqCsAKHSCyB1wQFjAAegQIAhAC&amp;url=https%3A%2F%2Fwww.e-periodica.ch%2Fcntmng%3Fpid%3Dngg-002%3A1927%3A66%3A%3A153&amp;usg=AOvVaw3X0mjqqXHKQBuJYyWlKM37\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Sauerquelle <\/a>und und der 100m tiefer gelegene Ofen sind ebenfalls von Interesse.<strong>ngg_shortcode_2_placeholder<\/strong><\/p>\n<p><strong>Alp Taspegn<\/strong><\/p>\n<p>(Husu, 26.7.18) Die Minen auf der <a href=\"http:\/\/www.viamala.ch\/sommer\/natur-kultur\/besichtigungen\/bergbau-erlebnisse-im-schams.html\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Alp Taspegn<\/a> sind immer eine Befahrung wert! Der im Stollen gereifte K\u00e4se ist viel milder und die <a href=\"https:\/\/www.mineralienatlas.de\/lexikon\/index.php\/Schweiz\/Graub%fcnden%2C%20Kanton\/Hinterrhein%2C%20Bezirk\/Schams%2C%20Kreis\/Zillis-Reischen\/Alp%20Taspin%20%28Taspegn%29\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Mineralien <\/a>sehr vielseitig. <strong>ngg_shortcode_3_placeholder<\/strong><\/p>\n<p><strong>Cheva Plattas da Fex<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">(JR 7. 7.18) Das Val Fex ist ein Seitental des Engadins. Es \u00f6ffnet sich bei der Ortschaft Segl\/Sils im Oberengadin und verl\u00e4uft gegen S\u00fcden. \u00dcber den 3&#8217;014 m hohen Tremoggiapass gelangt man, allerdings nur zu Fuss und nur bei gutem Wetter, hin\u00fcber ins italienische Val Malenco. Aus diesem Tal und \u00fcber diesen Pass kamen fr\u00fcher die Arbeiter, welche im Bergwerk <a href=\"https:\/\/www.plattas-da-fex.ch\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">\u00abCheva Plattas da Fex\u00bb<\/a> arbeiteten. \u00dcblicherweise konnte in den hochgelegenen B\u00fcndner Bergwerken nur im Sommer gearbeitet werden. Im Winter ruhte die Arbeit. Der Schnee und damit verbunden die Lawinengefahr verwehrten den Zugang.&nbsp; Ganz anders war es hier im Val Fex. Die Arbeiter kamen im November und blieben bis Ende M\u00e4rz. Warum war das so? Dazu muss zuerst einmal die Frage beantwortet werden: Was wurde abgebaut?<br \/>\nWeit hinten im Tal auf der linken Seite bei der Alp da Segl auf rund 2&#8217;000 m \u00fc. M. ist im lichten L\u00e4rchenwald ein alter Bergsturz zu sehen. Aus diesem Bergsturzmaterial wurden sicher schon seit dem 17. Jh. die bekannten und begehrten Fexerplatten im Tagebau und in kurzen Stollen gewonnen. Der anstehende Gneis l\u00e4sst sich nur in gefrorenem Zustand spalten. Deshalb wurde im Winter gearbeitet. Dacheindeckungen, Ofenverkleidungen, Tischplatten und in neuerer Zeit auch Fussb\u00f6den wurden aus den Platten angefertigt. Die Anlage wurde im Jahre 1964 stillgelegt. 2014 wurde eine Stiftung gegr\u00fcndet mit dem Ziel, die alte Arbeiterunterkunft am Bergwerk zu retten und zu restaurieren. Dies ist sehr gut gelungen und am 7. Juli 2018 fand ein Tag der offenen T\u00fcr statt. Eine grosse Zahl Interessierter, darunter auch einer der letzten noch lebenden Arbeiter aus der letzten Zeit des Grubenbetriebes folgten der Einladung. Die Initianten Gian Kuhn und Reto Zuan freuten sich sichtlich. (Bilder Elsbeth Rehm)<strong>ngg_shortcode_4_placeholder<\/strong><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Aitik, die gr\u00f6sste Pinge Europas <\/strong>(G\u00e4llivare, Schweden)<strong><br \/>\n<\/strong><\/p>\n<p><iframe loading=\"lazy\" title=\"Aitik Svensk\" width=\"584\" height=\"329\" src=\"https:\/\/www.youtube.com\/embed\/hlnvCpj2H5Y?feature=oembed\" frameborder=\"0\" allow=\"accelerometer; autoplay; clipboard-write; encrypted-media; gyroscope; picture-in-picture; web-share\" referrerpolicy=\"strict-origin-when-cross-origin\" allowfullscreen><\/iframe><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">(Husu, 4.7.18) Lange war in <a href=\"https:\/\/reisen-nach-spanien.com\/andalusien\/minas-de-riotinto\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Rio Tinto<\/a> (Andalusien, E) der gr\u00f6sste Pozzo Europas. 1968 er\u00f6ffnete <a href=\"https:\/\/www.boliden.com\/operations\/mines\/boliden-aitik\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Boliden AB<\/a> jedoch \u00f6stlich von G\u00e4llivare in Nordschweden einen neuen Kupfertagebau. Ab 2008 wurde dann <a href=\"https:\/\/library.e.abb.com\/public\/1d4b0bd318a6375dc125788f0041d89f\/AT_Aitik.pdf\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">gigantisch ausgebaut<\/a>. Heute ist die Pinge 3 km lang , 1.1 km breit und 450m tief. Der Erzstock w\u00fcrde bis ca. 800m Tiefe reichen. Aus Sicherheits- und Statikgr\u00fcnden m\u00fcssen jedoch die W\u00e4nde eine durchschnittliche Neigung von 45\u00b0 aufweisen. So wird vorausichtlich in 10-20 Jahren, in ca. 600m Tiefe und dann \u00fcber 1.2 km Breite die Wirtschaftlichkeit aufh\u00f6ren. Danach soll der Abbau zu Schwedens tiefstem See werden. An Ort wird das Erz angereichert, so dass aus dem Erz ein 25%iges Kupferkonzentrat entsteht, das per Bahn nach <a href=\"https:\/\/www.boliden.com\/operations\/smelters\/boliden-ronnskar\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\" data-id=\"1\">R\u00f6nnsk\u00e4r<\/a> (Skelleftea) transportiert und dort zusammen mit Schrott verh\u00fcttet wird.<br \/>\nGigantismus: J\u00e4hrich werden in Aitik 40 000 000t Erz abgebaut.<br \/>\nDaraus werden 100 000t Kupfer, 62t Silber und 3t Gold gewonnen.<\/p>\n<p><iframe loading=\"lazy\" title=\"P&amp;H 4100XPC loading Caterpillar CAT 793\" width=\"584\" height=\"329\" src=\"https:\/\/www.youtube.com\/embed\/tZkkVN-yzOU?feature=oembed\" frameborder=\"0\" allow=\"accelerometer; autoplay; clipboard-write; encrypted-media; gyroscope; picture-in-picture; web-share\" referrerpolicy=\"strict-origin-when-cross-origin\" allowfullscreen><\/iframe><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Die neuste <a href=\"https:\/\/www.cat.com\/de_DE\/products\/new\/equipment\/off-highway-trucks\/mining-trucks\/18232553.html\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Generation Muldenkipper 795F <\/a>transportiert 313t Gestein pro Ladung und einem Eigengewicht von 250t aus der Grube und verbraucht pro Bergfahrt 400l Diesel. Der Kipper ist mit vier <a href=\"https:\/\/s3.amazonaws.com\/webklat\/wp-content\/uploads\/sites\/3\/2017\/09\/08172739\/komatsu-pala-cable-PH-4100C-BOSS-EN.pdf\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Baggerschaufelladungen <\/a>bereits gef\u00fcllt&#8230; Der <a href=\"https:\/\/mining.komatsu\/docs\/default-source\/product-documents\/surface\/electric-rope-shovels\/xs-5485-1_4100xpc_ac_bro.pdf?sfvrsn=40470a6b_48\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Schaufelbagger <\/a>ist 1300t schwer, mit einer Schaufel von 45 m\u00b3 Fassungsverm\u00f6gen und wird&nbsp; elektrisch mit 6600Volt gespiesen (gelbes Kabel) und betrieben. In die Grube hinunter f\u00fchrt eine Schotterpiste in der Breite einer vierspurigen Autobahn mit 2m hohen Steinhaufen als Rand, statt Leitplanken &#8230;(Video YouTube-Links, Bilder Husu)<strong>ngg_shortcode_5_placeholder<br \/>\n<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Frontage Eisenh\u00fctte Flecs-Salouf<br \/>\n<\/strong>(JR) Auch dieses Jahr rief die Pr\u00e4sidentin an der Vereinsversammlung zur Anmeldung f\u00fcr die Frontage auf. Erfreulich viele Vereinsmitglieder meldeten sich daraufhin f\u00fcr die drei Arbeitstage in der alten Eisenh\u00fctte Flecs-Salouf an. Doch, was sind eigentlich Frontage?&nbsp; Den Frondienst kennt man vor allem aus dem Mittelalter, wo die Bauern von ihren adeligen Herren zu unentgeltlichen Arbeiten zusammengerufen und eingesetzt wurden. Meist war harte Arbeit zu leisten. Ganz so hart ging es bei den drei Frontagen der Freunde des Bergbaus in Graub\u00fcnden im Mai und anfangs Juni nicht zu. Die drei Samstagseins\u00e4tze unter der Leitung von Sepp Beeler waren gut besucht. Wie letztes Jahr war auch die Vereinspr\u00e4sidentin Elsbeth Rehm dabei. Sie arbeitete mit und sorgte zwischendurch f\u00fcr das leibliche Wohl.<br \/>\nSeit den Restaurierungsarbeiten in den&nbsp; fr\u00fchen 80er Jahren des letzten Jahrhunderts unter der Leitung von Edi Brun war die alte Schmelzh\u00fctte wieder stark eingewachsen. Die gr\u00f6ssten B\u00e4ume wurden letztes Jahr durch das zust\u00e4ndige Forstamt gef\u00e4llt und weggeschafft. Auch erste Freiwilligeneins\u00e4tze, vor allem durch Sepp Beeler mit seiner Familie, fanden schon im vergangenen Jahr statt. An den diesj\u00e4hrigen Frontagen wurde vor alle viel Fallholz wegger\u00e4umt und der gut erhaltene Flossofen vom Bewuchs befreit. <strong>ngg_shortcode_6_placeholder<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Ein interessantes Bergbauwochenende<br \/>\n<\/strong>(JR) Der Winter ist im Kanton Graub\u00fcnden nicht unbedingt geeignet f\u00fcr Befahrungen. Die Bergwerke liegen hoch oben in den Bergen und im Schnee. In diesem Winter liegt zudem besonders viel Schnee. Aber es gibt ja auch noch das Unterland und dort hat es einige ganz interessante Bergwerke. Und es gibt Matti Keller, der f\u00fcr die \u00abarmen Bergler\u00bb anfangs M\u00e4rz 2018 wieder einmal ein sch\u00f6nes Bergbauwochenende organisiert hat.&nbsp;<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Eisenbergwerk Herznach<br \/>\n<\/strong>(JR)&nbsp;Das Eisenbergwerk, wo Eisenoolith und Bohnerz abgebaut wurde, befindet sich in der gleichnamigen Gemeinde Herznach im Kanton Aargau. Auf der Webseite <a href=\"http:\/\/www.bergwerkherznach.ch\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">bergwerkherznach.ch<\/a> &nbsp;ist zu lesen:<br \/>\n\u00abDer Hauptstollen war 370 m lang und endete im Gebiet Weichlen, Gemeinde Ueken. Es wurde durch Untersuchungen um 1920 ein abbauw\u00fcrdiger Erzvorrat von 30 Millionen Tonnen festgestellt. 1937 nahm das Bergwerk seinen Betrieb auf. 1941 wurden 211 783 Tonnen Erz gef\u00f6rdert, die gr\u00f6sste Abbaumenge in der Geschichte der Mine. Das Betonsilo hatte ein Fassungsverm\u00f6gen von 1000 Tonnen Erzgestein. Eine 4.2 km lange Seilbahn f\u00fchrte das Material zur Bahnstation Frick, von Basel per Schiff zur Verh\u00fcttung in das Ruhrgebiet. Sp\u00e4ter wurde auch der Hochofen von Choindez beliefert. Die Umstellung der Produktion in Choindez auf Sph\u00e4roguss im Jahr 1967 bedeutet f\u00fcr das Bergwerk Herznach einen Absatzr\u00fcckgang um 50%, da das Herznacher Erz mit seinem relativ hohen Phosphat-Gehalt daf\u00fcr nicht geeignet war. Da dieser Umsatzausfall nicht anderweitig kompensiert werden konnte, legten die Jurabergwerke AG die Grube noch im selben Jahr still. Insgesamt lieferte das Bergwerk Herznach 1.7 Millionen Tonnen Erz.\u00bb<br \/>\nBei der Anfahrt ist schon von weitem der grosse Siloturm zu sehen, in welchem sich heute ein kleines Museum befindet.&nbsp; Unter der F\u00fchrung von Thomas Zollinger konnte ein grosser Teil des Bergwerks besichtigt werden.&nbsp; Die Fahr- und F\u00f6rderstollen erschliessen einerseits ein grosses Gebiet, in welchem beim schachbrettartigen Abbau Pfeiler stehen gelassen wurden. Dieser Teil des Bergwerks ist relativ gut befahrbar obwohl auch mit Bruch gerechnet werden muss. Anderseits wurde aber auch Bruchbau betrieben und diese Abbaufelder sind verst\u00fcrzt. Sehr bekannt ist das Bergwerk f\u00fcr die zahlreich zu findenden Ammoniten. Sehr sch\u00f6ne St\u00fccke sind im Museum ausgestellt. Auch die Besucher aus den Bergen freuten sich \u00fcber einige Funde.&nbsp;&nbsp; Die Temperatur im Stollen war angenehm. Etwas weniger angenehm war der heftige Schneeschauer nach der Ausfahrt.&nbsp;<strong>ngg_shortcode_7_placeholder<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Gipsbergwerk Schleitheim<br \/>\n<\/strong>(JR)&nbsp;Schleitheim oder im dortigen Dialekt \u00abSchlaate\u00bb, ist eine politische Gemeinde im Kanton Schaffhausen. Das alte Gipsbergwerk befindet sich an der Wutach, welche dort die Landesgrenze zwischen der Schweiz und Deutschland bildet. Auf der rechten Flussseite liegt die deutsche Ortschaft St\u00fchlingen.&nbsp; Direkt vor dem Stollenmundloch befindet sich das Gipsmuseum. Es zeigt die Arbeit der Bergleute und auch das Verarbeiten des Gipses in der speziellen M\u00fchle.&nbsp; Werfen wir auch hier einen Blick auf die Homepage<br \/>\n<a href=\"http:\/\/www.museum-schleitheim.ch\/gipsmuseum.htm\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">museum-schleitheim.ch\/gipsmuseum.htm<\/a>&nbsp;\u00abDer Stollen H\u00f6hepunkt des Museumsbesuches ist der Gang in den einzigen, f\u00fcr Besucher noch zug\u00e4nglichen, Gipsbergwerkstollen der Schweiz. Auch hier wacht \u00fcber dem Eingang, als Relief dargestellt, die Heilige Barbara, Schutzpatronin der Bergleute. Ein enger, niedriger Zugangsstollen f\u00fchrt durch die Lockergesteinszone bis zum anstehenden Gipsgestein und dann durch ein weit gr\u00f6sseres Profil mit einigen Seitenangriffen bis zum Ende der eigentlichen Abbauzone. Die ganze Strecke ist heute bergm\u00e4nnisch gesichert und elektrisch ausgeleuchtet. Sehr sch\u00f6n ist die Sedimentstruktur des Gipsgesteins zu sehen, aber auch eindr\u00fccklich die heute noch stattfindenden Bewegungen des Berges durch Druck, Wassereinfl\u00fcsse und der damit ablaufenden R\u00fcckvergipsung des, vor allem im hinteren Teil, vorherrschenden Anhydrits. Der Grundwasserspiegel der Wutach, aber auch der ungen\u00fcgende Gipsgehalt des anstehenden Materials auf ca. 200 m Stollenl\u00e4nge stoppten den weiteren Vortrieb. Sehr sch\u00f6n zu sehen sind hier die nach einer Sprengung stehengebliebenen halben Bohrl\u00f6cher, die aufzeigen, dass der Abbau horizontal sowie auch vertikal erfolgte. Deckenabst\u00fcrze in ungesicherten Nebenstollen zeigen eindr\u00fccklich die Entstehung sogenannter Dolinen.\u00bb<br \/>\nZuerst nahmen wir an einer Gruppenf\u00fchrung teil, dann folgte ein Ap\u00e9ro mit Kerzenlicht im Stollen.&nbsp; Dann aber waren wir frei, das Bergwerk gr\u00fcndlich zu erkunden und zu fotografieren.&nbsp; Ob andere Gruppen wohl auch so viel Zeit untertage verbrachten?&nbsp; Der Nachmittag war schon weit fortgeschritten, als auch der letzte \u00abBergknappe\u00bb wieder ans Tageslicht kam und wie am Vortag, begann es auf der R\u00fcckfahrt wieder zu schneien. <strong>ngg_shortcode_8_placeholder<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>42. Vereinsversammlung Freunde des Bergbaus in Graub\u00fcnden, FBG 2018 am Februar 2018 im Hotel Weisses Kreuz, 7440 Andeer<br \/>\n<\/strong>(JR) &nbsp; Im Jahr 2016 war der Ansturm zur Vereinsversammlung in Landquart sehr gross aber auch dieses Jahr war der Besuch erstaunlich gut. Kurz nach 11.00 Uhr konnte die Pr\u00e4sidentin Elsbeth Rehm die Versammlung er\u00f6ffnen und die 31 Anwesenden begr\u00fcssen. Besonders freute sie sich \u00fcber eine Delegation des Bergbauvereins K\u00e4pfnach, Horgen.<br \/>\nIhren Jahresbericht mit einem \u00dcberblick \u00fcber das Vereinsleben 2017, stellte die Pr\u00e4sidentin mit einer Power-Point-Projektionvor. Zwei grosse Projekte waren sehr arbeitsintensiv. Das Projekt zur Rettung des Industriedenkmals Bellaluna bei Filisur im Albulatal verursachte den gr\u00f6ssten Aufwand. Nach einem guten Start, bei welchem das Interesse aller Beteiligten, insbesondere auch der Standortgemeinde Filisur, heute Berg\u00fcn-Filisur sowie der kantonalen Denkmalpflege, festgestellt werden konnte, stellte sich die Finanzierung der notwendigen Sicherungsarbeiten als sehr schwierig heraus. An zwei Workshops wurden alle Interessierten eingeladen, um intensiv nach L\u00f6sungen zu suchen. Sehr gut besucht und damit ein grosser Erfolg, waren die beiden Frontage im Fr\u00fchling. Auch in Flecs Salouf, einem weiteren alten H\u00fcttenwerk im Oberhalbstein wurden erste Rodungs- und Aufr\u00e4umarbeiten vorgenommen.<br \/>\nDer H\u00f6hepunkt im Jahr 2017 war unbestrittenermassen die erfolgreiche Auspumpaktion auf Cotschens, auf der linken Talseite hoch \u00fcber dem Marmorerasee. Der gr\u00f6sste Stollen dieses Bergwerks wurde leer gepumpt. Er ist sehr alt und feuergesetzt. Was an Holz zum Vorschein kam, wird nun von den Arch\u00e4ologen untersucht.<br \/>\nDie Jahresrechnung 2017 wurde ohne Diskussion genehmigt. Die Erfolgsrechnung schliesst bei Einnahmen von Fr. 19&#8217;066.06 und Ausgaben von CHF 22&#8217;013.25 mit einem Verlust von CHF 2&#8217;947.19 ab.<br \/>\nDie Bilanz weist einen Schlussbestand von CHF 54&#8217;099.04 aus. Das Vereinsverm\u00f6gen betr\u00e4gt total CHF 34&#8217;137.33.<br \/>\nDas Budget rechnet mit Einnahmen von CHF 19\u2018750.00 und Ausgaben von CHF&nbsp; 25\u201925.00 und einem negativen Ergebnis von Fr. 5\u2019500.00. Der Mitgliederbeitrag bleibt im bisherigen Rahmen, n\u00e4mlich CHF 50.00 f\u00fcr ordentliche Mitglieder und CHF 20.00 f\u00fcr Sch\u00fcler, Studenten und Lehrlinge.<br \/>\nAnl\u00e4sslich der Vereinsversammlung 2017 wurden die ordentlichen Wahlen durchgef\u00fchrt. In der Zwischenzeit hatte Peder Rauch, Scuol, nach langen Jahren seiner Mitarbeit den R\u00fccktritt aus dem Vorstand erkl\u00e4rt. Die Versammlung ernannte ihn zum Ehrenmitglied. Als neues Vorstandsmitglied wurde Sepp Beeler, Regionalgruppenleiter Albulatal\/Oberhalbstein, Davos Wiesen, gew\u00e4hlt. Nach der Demission der bisherigen Rechnungsrevisoren, n\u00e4mlich Norbert Jud und Hans Peter Schenk wurden Hanspeter Hitz, Celerina, und Stefan W. Meier, Knonau, als neue Revisoren gew\u00e4hlt.<br \/>\nIn Zusammenhang mit der Spendenaktion f\u00fcr das Projekt Industriedenkmal Bellaluna war zur Ausstellung von Spendenbest\u00e4tigungen eine <a href=\"https:\/\/www.bergbau-gr.ch\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2018\/03\/Statuten-FBG-nach-Revision-2018.pdf\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Statuten\u00e4nderung <\/a>notwendig. Diese wurde diskussionslos genehmigt.<br \/>\nAnschliessend an die statutarischen Gesch\u00e4fte folgte der angek\u00fcndigte Vortrag von Thomas Zollinger \u00fcber das Bergwerk Herznach\/AG. Dieser wurde mit grossem Interesse aufgenommen und verdankt. Der Ap\u00e9ro wurde dieses Jahr vom Restaurant Weisses Kreuz gestiftet, was die Pr\u00e4sidentin mit Freude feststellen konnte.<br \/>\nNach dem Mittagessen f\u00fchrte Bruno Riedhauser die Bergknappen in Innerferrera durch das Kavernenkraftwerk der Kraftwerke Hinterrhein. Dies war eines der viel beachteten Exkursionsziele am Workshop 2015 in Andeer.<\/p>\n<p><strong>Frontag am 17. Februar 18 im benachbarten Gonzenbergwerk: ngg_shortcode_9_placeholder<\/strong><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.bergbau-gr.ch\/wordpress\/?page_id=7042\"><strong>Archiv vom Bergbaujahr 2017<\/strong><\/a><\/p>\n<p><strong><a href=\"https:\/\/www.bergbau-gr.ch\/wordpress\/?page_id=6307\">Archiv vom Bergbaujahr 2016<\/a><\/strong><\/p>\n<p><strong>02.04.2016, <a href=\"https:\/\/www.bergbau-gr.ch\/wordpress\/?page_id=5809\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Abschlusstreffen<\/a><\/strong><strong> Workshop 2015<\/strong><\/p>\n<p><a title=\"Workshop 2015\" href=\"https:\/\/www.bergbau-gr.ch\/wordpress\/?page_id=3045\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"aligncenter size-full wp-image-5036\" src=\"https:\/\/www.bergbau-gr.ch\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2015\/09\/Workshop-2015.jpg\" alt=\"Workshop 2015\" width=\"962\" height=\"106\"><\/a><\/p>\n<p><strong><a href=\"https:\/\/www.bergbau-gr.ch\/wordpress\/?page_id=5492\">Archiv vom Bergbaujahr 2015<\/a><\/strong><\/p>\n<p><a title=\"Erlebnisse 2014\" href=\"https:\/\/www.bergbau-gr.ch\/wordpress\/?page_id=3843\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\"><strong>Archiv vom Bergbaujahr 2014<\/strong><\/a><\/p>\n<p><a title=\"Erlebnisse 2013\" href=\"https:\/\/www.bergbau-gr.ch\/wordpress\/?page_id=3010\"><strong>Archiv vom Bergbaujahr 2013<\/strong><\/a><\/p>\n<p><a title=\"Erlebnisse 2012\" href=\"https:\/\/www.bergbau-gr.ch\/wordpress\/?page_id=2139\"><strong>Archiv vom Bergbaujahr 2012<\/strong><\/a><\/p>\n<p><a title=\"Erlebnisse 2010\/11\" href=\"https:\/\/www.bergbau-gr.ch\/wordpress\/?page_id=2283\"><strong>Archiv von den Bergbaujahren 2010\/11<\/strong><\/a><\/p>\n<p style=\"text-align: right;\"><a title=\"Seitenanfang\" href=\"#top\">&nbsp;<\/a><a title=\"Seitenanfang\" href=\"https:\/\/www.bergbau-gr.ch\/wordpress\/?page_id=1251#top\">zum<\/a><a title=\"Seitenanfang\" href=\"https:\/\/www.bergbau-gr.ch\/wordpress\/?page_id=1251#top\"> Seitenanfang<\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Bergbaujahr 2018: &nbsp; 21. Internationaler Bergbau &amp; Montanhistorik-Workshop Bramberg im Oberpinzgau\/Salzburg (A), 3. bis 7. Oktober 2018 (Husu) Auch dieses Jahr nahm eine B\u00fcndnerdelegation am Bergbau &amp; Montanhistorik-Workshop teil. Das Pinzgau in \u00d6sterreich zeigte sich im Herbstglanz. 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